Vom Schreikind zur Notaufnahme: Die Geschichte von Maud
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Teil 2: Mauds Geschichte
Geschrieben von Iris Prins, Gründerin von Flomea Care und Mauds Mutter.
Das Gefühl, dass mehr im Spiel war als „nur ein Schreikind“, wurde immer stärker. Deshalb gingen wir erneut zum Hausarzt.
Wir bekamen ein Abführmittel für ihren Stuhlgang mit. Laut Arzt sollte das Problem damit wahrscheinlich gelöst sein. Aber tief in mir nagte weiterhin der Zweifel. Denn alles, was ich denken konnte, war:
„Aber sie trinkt kaum… logisch, dass dann auch kaum Stuhlgang kommt, oder?“
Trotzdem versuchten wir, dem Rat zu folgen. Vielleicht hatten sie recht. Vielleicht machte ich mir zu viele Sorgen.
Aber eine Woche später hatte sich immer noch nichts geändert.
Maud weinte untröstlich weiter, trank immer schlechter und wurde immer blasser. Ihre Lippen wurden trocken und als Mutter spürte ich mit jeder Faser meines Körpers: Das stimmt nicht.
Nach erneutem Kontakt mit dem Hausarzt wurde vor allem geprüft, ob sie noch Tränen hatte, wenn sie weinte. Da ich an diesem Tag noch eine Träne gesehen hatte, wurde Dehydration nicht sofort vermutet. Es würde doch ein Schreikind sein.
Ich weiß noch, wie hilflos ich mich fühlte. Erschöpft, frustriert und vor allem ängstlich. Ängstlich, weil ich sah, dass es ihr nicht gut ging, aber das Gefühl hatte, dass niemand wirklich sah, wie schlecht es Maud ging.
An diesem Abend erreichte ich meine Grenze.
Jemand aus meinem Umfeld sagte zu mir:
„Geh zur Notaufnahme. So kann es nicht weitergehen.“
Normalerweise hätte ich mir gesagt, dass morgen ein neuer Tag sei. Aber dieses Mal wusste ich wirklich nicht mehr weiter.
Also gingen wir.
Da saß ich dann, völlig aufgelöst, mit einem Baby, das nicht mehr aufhörte zu weinen und sich durch nichts trösten ließ.
Von diesem Moment an ging alles plötzlich schnell. Innerhalb einer Stunde wurden wir in die Notaufnahme überwiesen. In dieser Nacht durften wir noch nach Hause, aber am nächsten Morgen mussten wir sofort für einen Termin beim Magen-Darm-Arzt zurückkommen.
Und zum Glück.
Keine fünf Stunden später wurde Maud mit schwerer Dehydration eingeliefert.
Diesen Moment werde ich nie vergessen. Da saß ich mit meinem leblosen Baby in meinen Armen, während um uns herum alles in Bewegung kam. Ärzte, Untersuchungen, Scans, Gespräche… es ging immer weiter.
Auch eine Darmbiopsie wurde bei ihr entnommen. Für mich als Mutter war das ein Albtraum. Du siehst dein kleines Baby da liegen, während etwas passiert, das du am liebsten selbst übernehmen würdest. Aber du kannst nichts tun. Nur zusehen. Hilflos neben ihr stehen und hoffen, dass es schnell vorbei ist.
Bis schließlich die Sonde gelegt wurde.
So heftig dieser Moment auch war, er gab mir zum ersten Mal seit langer Zeit ein kleines bisschen Ruhe. Denn endlich kam wieder Nahrung in ihren Magen. Endlich bekam ihr kleiner Körper die Hilfe, die er so dringend brauchte.
Bald Teil 3; eine Zeit der Unsicherheit, Untersuchungen und schließlich eine Diagnose.
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